As casas particulares will reappear throughout this story, a little more info might be of interest. Casas particulares are one of the low budget choices for individual travel in Cuba. Cubans, who have an extra room or house, are allowed to rent it out to tourists. Despite lots of bureaucratic hassle for their owners, you will find casas particulares in many cities. Some streets are packed with them. The officially registered casas have a white and blue sign and sometimes the wording “arrendador divisa”, which means that someone is renting for CUC/convertible peso, the stronger one of the two currencies in Cuba. A room costs between 15 and 30 CUC per night (sometimes with/sometimes without breakfast), depending on the region, the city, the season, the standard, and your Spanish language skills, which helps negotiating a lower price. Sometimes you can lower the price if you agree to not use the air conditioner, if there is one. Cubans tend to not use theirs, even if they have one, because it is too expensive. Lots of casa owners offer a dinner for some extra pesos, which is equally good sometimes better than what you can find in restaurants. Another plus about the casas is the chance to get more in contact with Locals and a better insight in Cuban lifestyles. Your host’s knowledge about the city, the region, transport and how things work can be of unpayable value. Some are members of a network of casas particulars, which you can benefit from when traveling from one city to another. Casas are known to be opened and shut down at high speed, but there are also many quite reliable, well established casas. It might be worth booking in advance, especially if there are only few casas in a city. In the big cities, especially during low season (september-november), it is almost always possible to find a casa on arrival. Addresses can also be found in most travel guides and online, a search with ‘casa particular’ gives you many pages with addresses.
Da casas particulares noch öfter vorkommen werden, hier ein paar mehr Informationen darüber. Casas particulares sind eine der ökonomischen Optionen für Individualreisen in Kuba. Kubaner, die ein extra Zimmer oder Haus haben dürfen dieses an Touristen vermieten. Trotz hohen bürokratischen Aufwands für die Besitzer, gibt es sie in vielen Städten und einige Straßen bestehen fast ausschließlich aus casas. Die offiziell registrierten casas haben ein weiß-blaues Schild, auf dem auch manchmal „arrendador divisa” steht. Das bedeutet, dass jemand gegen CUC/konvertible Pesos, die härtere der beiden Währungen in Kuba, vermietet. Ein Zimmer kostet zwischen 15 und 30 CUC pro Nacht (manchmal mit/manchmal ohne Frühstück), abhängig von Region, Stadt, Saison, Standard und manchmal auch von den eigenen Spanisch Sprachkenntnissen, die bei Preisverhandlungen äußerst hilfreich sind. Manchmal kann man den Preis runterhandeln, wenn man verspricht nicht die Klimaanlage zu benutzen, falls es eine gibt. Kubaner vermeiden meist ihre eigene zu nutzen, wenn sie eine besitzen, da es einfach zu teuer ist. Viele casas bieten für einige extra Pesos Abendessen an, welches zumeist ebenso gut, zuweilen besser als das ist, was in den Restaurants zu bekommen ist. Ein weiteres Plus der casas ist, dass man die Chance bekommt, in persönlicheren Kontakt mit Einheimischen zu kommen und einen Einblick in kubanische Lebensstile zu bekommen. Das Wissen der Gastgeber über die Stadt, Region, den Transport und wie Dinge funktionieren, kann von unschätzbarem Wert sein. Manche sind Mitglied in einem Netzwerk von casas particulares, wovon man profitieren kann, wenn man von Stadt zu Stadt reist. Casas sind bekannt dafür, dass sie schnell öffnen und schließen, aber es gibt genug ziemlich verlässliche, gut etablierte casas. Es kann durchaus nicht verkehrt sein, im Voraus zu buchen, besonders wenn es nur wenige casas in einer Stadt gibt. In den großen Städten und besonders in der Nebensaison (September-November), ist es fast immer möglich ein casa erst bei der Ankunft zu suchen und zu finden. Alle Reiseführer haben Adressen. Sie sind aber auch zahlreich und einfach im Internet zu finden.
Facts and thoughts on unofficial casas: Since the country opened up for tourism in the 90′s, the incoming strong currency got the economy a bit back on track. Of course a lot of job opportunities came along within the growing, state run tourism industry. But whether or not someone’s profession is in this field – since salaries are highly leveled and never enough to pay the monthly costs of living, almost everyone tries to get their share of CUC tourist spend in Cuba. This is easiest for those who have a car which they convert into a taxi or a room or house which they can turn into a casa particular (or a paladar, which is the restaurant version). To get around nerve wracking bureaucratic hassle and taxes, which are set at a very high minimum without being capped, some will take the risk of renting unlicensed. Whatever you decide to do, bare in mind, that in case authorities get involved, it won’t harm you a lot, but it will harm the renting person/family a big deal. The fine for getting caught once is about 1300 CUC, which converts to approximately 1200 Euros. To get a better picture: the average monthly income of a Cuban converts to about 30 CUC. If caught twice, the family loses the house. However, sometimes you find yourself in an illegal casa without knowing; sometimes it might be the only option besides sleeping on a park bench, because there is no legal casa anywhere close. It is said about Cuba and some Cubans themselves have told us that “everyone is illegal”. People need to become creative in order to make it through the second half of the month. The few occasions when we stayed in an unlicensed casa, I felt relieved when we left it. I don’t know how our hosts felt about it. Unfortunately or fortunately, I didn’t have a chance to explore this further. This situation, with the state run tourist industry, the income situation of Cubans, control and strong sanctions, implies explanations for the question, why projects like couchsurfing have a hard time gaining ground in this country. Even though in theory, such projects seem to go together well with socialst ideals?!
Fakten und Gedanken über inoffizielle casas: Seit das Land sich ab den 90ern für den Tourismus geöffnet hat, brachte der Zustrom an harter Währung die Binnenökonomie wieder etwas in Schwung. Mit der wachsenden, staatlich gesteuerten Tourismusindustrie eröffneten sich jede Menge neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Aber egal ob der eigene Beruf in diesem Gebiet angesiedelt ist – da Gehälter äußerst stark nivelliert sind und nicht ausreichen, um die monatlichen Lebenserhaltungskosten zu decken, versucht fast jeder einen Teil der CUC, die Touristen in Kuba ausgeben, abzubekommen. Das ist am einfachsten für diejenigen, die ein Auto haben, das sie in ein Taxi oder ein Zimmer oder Haus, dass sie in ein casa particular (oder paladar, die Restaurant Version) verwandeln können. Um die Nerven zerreibenden bürokratischen Hürden und die Steuern, die an einem sehr hohen Minimum ohne Deckelung angesetzt sind, zu vermeiden, nehmen manche das Risiko auf sich und vermieten unlizenziert. Wofür auch immer man sich entscheidet, man sollte sich darüber bewusst sein, dass im Fall des Auffliegens keine weiteren Konsequenzen für den Touristen entstehen, dafür aber äußerst schwerwiegende für die vermietende Person/Familie. Das Bußgeld beläuft sich beim ersten Erwischt werden auf ca. 1300 CUC, etwa 1200 Euro. Zur besseren Veranschaulichung: das durchschnittliche monatliche Einkommen eines Kubaners beläuft sich auf etwa 30 CUC. Beim zweiten Mal verliert die Familie das Haus. Wie auch immer, manchmal findet man sich plötzlich ungeplant in solch einem casa wieder, manchmal ist es auch die einzige Option neben der Parkbank, da es eventuell kein einzige legales casa in der Gegend gibt. Es wird über Kuba gesagt und auch Kubaner selbst haben uns erzählt, dass „jeder illegal ist”. Die Menschen sind oft gezwungen kreativ zu werden, um durch die zweite Monatshälfte zu kommen. Die wenigen Male, als wir in einem unlizenzierten casa untergekommen sind, fühlte ich Erleichterung, wenn wir es wieder verließen. Ich weiß nicht, wie es sich für unsere Gastgeber anfühlte. Unglücklicherweise oder glücklicherweise hatte ich keine weitere Gelegenheit diesen Umstand weiter zu erforschen. In dieser Situation, mit der staatlich gesteuerten Tourismusindustrie, der Einkommenssituation der Kubaner, die Kontrolle und die harten Sanktionen, liegen sicherlich Erklärungen, warum es solche Projekte wie couchsurfing schwer haben in Kuba Fuß zu fassen. Obwohl sich solche Projekte doch theoretisch sehr gut mit sozialistischen Idealen vereinbaren lassen müssten?!